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Energie braucht Verlässlichkeit

Wo sich die meisten Nachteulen der Schweiz aufhalten, was das mit unserem Hauptakteur «Energie» in diesem Beitrag zu tun hat und weshalb wir als Betonproduzent bei diesem Thema eine Rolle spielen? Wir erzählen es Ihnen.

Gabriela Burri Content Verantwortliche
veröffentlicht 08.05.2026 | aktualisiert 11.05.2026
4 min Lesezeit
Reihe von Elektroladesäulen aus grauem Beton mit montierten Wallboxen auf einem Parkplatz vor grüner Hügelkulisse.

Ganz selbstverständlich schalten wir morgens das Licht im Badezimmer ein und nehmen eine warme Dusche, bevor wir uns den ersten Kaffee aus der Maschine gönnen. Unser E-Auto laden wir an der Elektroladestation und fahren damit zur Arbeit, wo Computer oder Maschinen bereits auf Strom angewiesen sind – oft alles innerhalb der ersten Stunde nach dem Aufstehen.

Was so einfach und selbstverständlich «auf Knopfdruck» geschieht, ist das Ergebnis eines komplexen Energiesystems im Hintergrund.

 

Woher kommt die Energie?

Energie ist ein komplexes Thema. Vereinfacht gesagt beschreibt sie die Fähigkeit, etwas zu verändern oder anzutreiben. Immer wenn sich etwas bewegt, warm wird, leuchtet, wächst oder verändert, ist Energie im Spiel.

Ein grosser Teil der von uns genutzten Energie liegt in Form von Strom vor. Das Stromnetz ist ein System aus Leitungen und Transformatoren, das elektrische Energie von den Erzeugungsorten bis zu den Verbrauchern bringt. Der Strom kann dabei sowohl aus grossen Kraftwerken als auch aus dezentralen Quellen wie Photovoltaikanlagen stammen. Über verschiedene Netzebenen wird die Spannung angepasst, damit die Energie effizient über weite Strecken transportiert und sicher genutzt werden kann. So sorgt das Stromnetz dafür, dass elektrische Energie jederzeit dort verfügbar ist, wo sie gerade gebraucht wird. Für den Endverbraucher einfach und jederzeit verfügbar.

 

Doch genau darin liegt die Herausforderung

Der Strombedarf wächst stetig. Immer mehr Geräte, Fahrzeuge und Infrastrukturen sind auf elektrische Energie angewiesen. Dabei geht es in der Schweiz weniger um die gesamte Menge an Strom als um den richtigen Zeitpunkt. Gerade im Winter, wenn weniger Solarstrom produziert wird, ist das Land häufig auf Importe angewiesen.

Ein stärkerer Ausbau von Photovoltaikanlagen – besonders im alpinen Raum – könnte helfen, diese Abhängigkeit in Zukunft zu reduzieren.

 

Beton als Teil der Lösung

Auch uns liegt die Klimastrategie der Schweiz am Herzen. Wir verstehen Beton als Bestandteil einer langlebigen, sicheren und zukunftsorientierten Basis für moderne Energieerzeugung, -verteilung und Ladeinfrastruktur. Mit unserem Produktportfolio im Bereich Energie bieten wir vielseitige und durchdachte Lösungen.

Im Leitungsbau schützen Kabelschächte und Kabelkanäle aus Beton die empfindlichen Leitungen im Boden und ermöglichen gleichzeitig einen einfachen Zugang für Wartung und Erweiterungen. Gerade weil der Strombedarf weiter wächst, müssen Netze so geplant werden, dass sie später ausgebaut werden können.

Unsere vorfabrizierten Betonelemente bieten zudem eine schnelle, einfache und modulare Lösung für die Installation und Inbetriebnahme von Elektroladestationen. Für Solaranlagen liefern wir Befestigungen und Beschwerungen – als Standardprodukte oder als individuell gefertigte Sonderlösungen.

 

Diese detaillierte technische Illustration visualisiert das Zusammenspiel moderner Energiekomponenten auf einem Firmenparkplatz. Die Grafik zeigt den Weg des Stroms von der Erzeugung bis zum Fahrzeug anhand von sechs nummerierten Stationen.

 

Energie fällt uns meist erst auf, wenn sie plötzlich fehlt. Umso wichtiger ist es, heute die richtigen Grundlagen zu schaffen, damit sie auch morgen zuverlässig verfügbar bleibt.

Eine robuste Infrastruktur spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie sorgt dafür, dass Strom erzeugt, verteilt und genutzt werden kann – Tag für Tag und oft unbemerkt im Hintergrund.

 

Energiewissen – haben Sie gewusst?

  • Das Schweizer Stromnetz ist über 250 000 km lang und würde etwa sechsmal um die Erde reichen.

  • Die grössten «Nachteulen» der Schweiz finden sich in Hergiswil bei Willisau: Zwischen 22:00 und 06:00 Uhr wird dort am meisten Strom verbraucht. Am wenigsten Strom brauchen in derselben Zeit Reussbühl und Emmenbrücke.

  • Im Winter liegt der Stromverbrauch im Schnitt über 60 % höher als im Sommer.

  • Bis zu 10 % des Stromverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt entfallen auf Geräte im Stand-by-Betrieb – also Strom, der verbraucht wird, obwohl niemand aktiv etwas eingeschaltet hat.

  • Fünf Minuten duschen mit Warmwasser benötigt etwa gleich viel Energie wie ein Fernseher, der 7 – 10 Stunden läuft.

  • Ein Waschgang bei 60 °C verbraucht etwa 0,5 bis 1,5 kWh Strom. Mit derselben Energiemenge könnte ein Laptop rund 10 bis 30 Stunden betrieben werden.

  • Mit einer Kilowattstunde Strom lassen sich beispielsweise zwei Töpfe Spaghetti kochen, 30 Minuten die Haare föhnen oder eine elektrische Zahnbürste rund 1000 Stunden lang aufladen.